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Schwangere Frau

Mein Geburtsbericht Anfang Juli 2023

 

Drei Wochen vor Geburt war das Baby noch ein Sternengucker. 

 

Mit dem Geschlecht ließen wir uns bis zum Schluß überraschen. Es ist unser zweites Kind im Abstand von 2 Jahren und 2 Monaten. Das erste Kind kam in der Klinik (Sinsheim) zur Welt. Auch wenn es eine recht "normale" Krankenhausgeburt war mit Komplikationen, aber noch händelbaren Komplikationen, wollte ich auf keinen Fall wieder eine Krankenhausgeburt.

 

Ich habe mich beim ersten Kind nicht zu einer Hausgburt getraut, was eigentlich Quatsch war. Hätte ich mich mehr mit dem Thema (nicht nur Hörensagen und Medien) befasst oder gleich meine spätere Hausgeburtshebamme Nicole Breuer angerufen, hätte ich das vermutlich doch gemacht. Sie hat mir nämlich schon gleich beim ersten Telefonat alle Ängste genommen.

 

Sie hat alles mögliche Notfall-Equipment dabei und hat das Know-How und die Übung (mit bis zu zehn, oder acht? Geburten in einer Woche). Bei der Geburt daheim sind zwei Hebammen dabei.

 

Zwei Wochen vor Geburt hatte ich regelmäßige Wellen mit kürzer werdenden Abständen. Ich dachte es ging los und rief die Hebamme an. Es hat sich als Generalprobe ;-) herausgestellt. Das war im Nachinein gar nicht schlecht, weil ich und wir dann wussten wie es ungefähr ablaufen würde. Außerdem konnten wir so das Wassereinlassen in den Pool und das Drinsitzen testen und wussten, dass wir an alles beim Packen der Hausgeburtskiste gedacht hatten.

 

Der Bauchzwerg hatte sich immer wieder gedreht, auch in komplette Querlage (am ET), und dann hatte es den Kopf immer wieder aus dem Becken draußen und lag meistens schief mit dem Kopf unten links vor dem Becken; zum Glück inzwischen mit dem Rücken nach vorne. Es hat öfters irgendwas mit seinen Händen am Kopf gemacht. Kurz vor Geburt lag das Kleine immer noch so und der Rücken war mal links, mal rechts.

 

Zwischenzeitlich hatte ich mir Sorgen gemacht (bei der Querlage) und eine Hebamme hat das Wort "Nabelschnurvorfall" eingebracht, was mich gestresst hat. Die Hausgeburtshebamme hatte in diese Richtung gar keine Bedenken und hat mir erklärt, dass die generelle Sorge darüber überholt sei. Dann wurde ich wieder ruhiger und unbesorgter. 

 

Da das Baby sich insgesamt bis zum Schluß so oft gedreht hatte, hat mich das irgendwann nicht mehr gejuckt bzw. ich hab' es als bei ihm normal angesehen, auch wenn ich lange das Gefühl hatte, es probiert etwas aus und das klappt (aus seiner Sicht) nicht.

 

Jetzt hatte ich nur noch das Gefühl ich selbst war nicht so bereit. Entweder wegen dem was ich alles vor der Geburt vorhatte (Büro aufräumen v.a.) oder von der Lockerheit meines Beckens (Hüfte) her. Im Büro hab ich mein persönliches Mimimum am Dienstag (ca. 12 Stunden vor Geburt) geschafft. Am vorhergehenden Donnerstag und demselbigen Dienstag war ich beim Osteopathen, die Hüfte/das Becken stand tatsächlich schief.

Am Montag ist die ukrainische Familie, die vier Monate bei uns gewohnt hatte, spontan, ein paar Tage früher als gedacht, ausgezogen. Vielleicht hat das auch etwas gemacht, oder der Wetterumschwung, wer weiß.

Dienstag über den Tag verteilt und v.a. abends ging es langsam los. Eigentlich schon Montag auf Dienstag:

 

Angefangen haben ca. vier Stunden leichte Wellen in der Nacht auf Dienstag. Am Dienstag selbst hatte ich immer mal wieder Wellen, nicht so stark. Hab' mir Müsli selbst gebacken für's Wochenbett und noch was mit Fisch gekocht, etwas aufgeräumt und eine Stunde draußen in der Hängematte geschlafen. 

 

Gegen Mitternacht auf Mittwoch wurden die Wellen stärker und nach einer warmen Dusche waren sie ca. 30 Minuten weg. Diesmal wollte ich sicher gehen ;-) Also holte ich mir noch eine gute Stunde Schlaf und bin dann von einer sehr starken Welle um 2 Uhr aufgewacht. Fast zur gleichen Uhrzeit wie zur Generalprobe, diesmal 2.30 Uhr, rief ich die Hebamme an. Sie fragte mich ob sie jetzt losfahren solle (45 Minuten Anfahrt) oder ob ich mich noch einmal bei ihr melde. Mein Gefühl war stark: bitte JETZT losfahren! Ca. 3.30 Uhr war sie da; durch ein Unwetter mit Starkregen bei uns gefahren. Kurz vor der Geburt hat es kräftig geblitzt, Wetterumschwung. Um 4.40 Uhr kam der kleine Mann schon zur Welt.

 

Beim Warten auf die Hebamme lag ich entspannt im Pool mit gedimmtem Licht, Rosenquarzlampe, Kiba-Saft und Wellenatmung. Die Tochter schlief tief und fest zwei Räume weiter im Familienbett, das Babyphone war an und hatte mich weniger gestört als erwartet. Mein Mann hatte die Aufgabe bei Bedarf nach ihr zu schauen. Er hat mir auch Getränke, Snacks (Obst und Energiekugeln) und warmes Wasser gebracht.  Auf Musik hatte ich diesmal gar nicht so Lust (bei der Generalprobe schon). Kein Wunder, so schnell wie dann alles ging. 

 

Bei dem Testlauf kam eine Hebammen-Schülerin mit, beim "Ernstfall" kam nur die Hauptgeburtshebamme und sie rief eine zweite später dazu. Die war dann nach der Geburt da. ;-) Sie hatte die Geburt nicht so schnell eingeschätzt. Vielleicht weil ich zuerst so ruhig in meiner Hypnobirthing-Wellenatmung war ;-) Mir war das so aber ganz angenehm, nicht so viele Zuschauer, nur sie, mein Mann und ich. Das spätere Hinzukommen der zweiten Hebamme war super: sie hat mich nach der Geburt zur Dusche geführt, meinen Kreislauf beobachtet und mir und der ersten Hebamme generell geholfen, geschaut, dass ich genug trinke und esse.

 

Die erste Hälfte konnte eine Hyonobirthing-Geburt sein, bzw. alles außer dem letzten Viertel. Bei der Wellenatmung bald allerdings mit aus dem Mund Ausatmen und ich hatte dann das Bedürfnis zu tönen und hab' die Hebamme gefragt wie ich das am besten mache. Hat sie dann mit mir zusammen gemacht: Nicole Breuer ist super! Sie hat meine Hände genommen und gesagt, ich kann die entstehenden Kräfte da rein leiten/reindrücken. Auch meinte sie nach jeder starken Welle, dass ich mich für diese bedanken kann. Sie bringt mich näher zum Kind. Am Schluß musste ich Schreien, das hab ich gebraucht, auch wenn ich es nicht vorhatte.

 

Mitten in der Geburtsphase/Herauskommphase meinte Nicole ich könne mal den Kopf tasten, er ist schon da. Dieses Gefühl, den kleinen Wurm mit seinem haarigen, unter Wasser glitschigen Kopf, zu spüren, noch zum Großteil in mir, war unbeschreiblich schön und hat mir noch einmal Kraft für den letzten Schub gegeben, auch wenn ich eigentlich nicht mehr konnte. 

 

Während der Wellen hatte ich mich mit Armen, Kopf und Brust auf den Poolrand gelegt und mich während der Pausen umgedreht, mit dem Rücken zum Poolrand, halb sitzend, halb liegend. In letzterer Haltung habe ich dann geboren. Unser Kind kam unter Wasser zur Welt und dann sind wir aufs Sofa umgezogen. 

 

Die Geburt ging einfach zu schnell und war mir ab einem bestimmten Punkt zu heftig für Hypnobirthing (2 Std.45 Minuten insgesamt). Nur ich selbst hab einmal getastet: Ich nehme an der Muttermund war gegen 3.30 Uhr 2cm offen oder mehr? Der kleine Bursche (~3900g, 54cm, 11 Tage nach ET) kam mit dem Arm zuerst auf die Welt und hat den Ellenbogen vom anderen Arm während dem Rausschlüpfen ausgefahren. Natürlich blieb ich da nicht unverletzt. Ich persönlich hatte davor keine Angst (aber vielleicht andere; deshalb gehe ich nicht näher darauf ein. Wen es genauer interessiert, der kann mich über Alina gerne fragen). Wenn es dem kleinem Wesen hilft herauszukommen, ist das nunmal so. Ist mir tausendmal lieber als ein (unnötiger) Eingriff im Krankenhaus. Aber davor und für die Nachwellen (!!) war das Hypnobirthing super hilfreich! Die Entspannungsübungen/Atemtechniken im Alltag (gestresst mit zwei Kindern) oder die J-Atmung auf der Toilette sind super hilfreich! 

 

1000 Dank liebe Alina!!!

- Jasmin K.

Als ich schwanger wurde kam mit der Freude auf das Baby auch die große Angst vor der Geburt. Ich kannte bis dahin niemanden der eine sanfte und entspannte Geburt erlebt hat. Ich erwartete kein schönes Erlebnis. Als ich dann auf Hypnobirthing gestoßen bin, war ich sofort sicher, dass ich diese tolle Methode der angstfreien und sanften Geburt erlernen möchte. Es ist einfach unglaublich faszinierend, was eine positive Einstellung, ein entspannter Körper und die tolle Unterstützung der Kursleiterin bewirken. Einfach alle Ängste wurden gelöst. Man geht mit einem solchen Vertrauen und einer so großen Vorfreude in die Geburt und hat dazu Techniken gelernt, die man jederzeit wieder im Alltag zur Tiefenentspannung nutzen kann

- Sara F.

„Nach bereits zwei wundervollen Geburten bin ich ganz zufällig zum Hypnobirthing gekommen. Im Kurs konnte ich mich ganz wundervoll fallen lassen und habe noch einmal mehr gelernt, zu atmen, zu entspannen und vor allem mich ganz der Geburt hinzugeben. Auch wenn meine zwei vorangegangenen Geburten schon wunderschön waren, so war das dritte Geburtserlebnis im Geburtshaus mit Hypnobirthing eine ganz andere viel mehr magischere Erfahrung. Ich konnte meinen kleinen Schatz ganz sanft, selbstbestimmt und in vollstem Vertrauen nach ein paar Wellen auf die Welt bringen. Auch wenn ein viertes Wunder erstmal ausgeschlossen ist, so würde ich es nie mehr anders machen und jeder werdenden Mama ans Herz legen, sich mit Hypnobirthing auf die Geburt vorzubereiten.“

- Constanze A.

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